Does playing a wind instrument influence tooth position and facial morphology? : Systematic review and meta-analysis.
children, adults
playing a wind instrument
controls
tooth position, facial morphology
Abstract
To systematically search the scientific literature concerning the influence of playing a wind instrument on tooth position and/or facial morphology. The PubMed, EMBASE and Cochrane databases were searched up to September 2019. Orthodontic journals were hand searched and grey literature was sought via Google Scholar. Observational studies and (randomized) controlled clinical trials that assessed tooth position and/or facial morphology by profile cephalograms, dental casts or clinical examination were included. The potential risk of bias was assessed. Data from wind instrument players and controls were extracted. Descriptive analysis and meta-analysis were performed. In total, 10 eligible studies with a cross-sectional (n = 7) or longitudinal design (n = 3) and an estimated low to serious risk of bias were included. Sample sizes ranged from 36 to 170 participants, varying from children to professional musicians. Descriptive analysis indicated that adults playing a single-reed instrument may have a larger overjet than controls. Playing a brass instrument might be associated with an increase in maxillary and mandibular intermolar width among children. Longitudinal data showed less increase in anterior facial height among brass and single-reed players between the age of 6 and 15. Children playing a wind instrument showed thicker lips than controls. Meta-analysis revealed that after a follow-up of 6 months to 3 years, children playing brass instruments had a significant reduction in overjet as compared to controls. The magnitude of the effect was of questionable clinical relevance and the generalizability was limited. Playing a wind instrument can influence tooth position and facial morphology in both children and adults. Aspects that stand out are overjet, arch width, facial divergence/convergence and lip thickness. However, evidence was sparse and the strength of the premise emerging from this review was graded to be "very low". Systematische Suche nach wissenschaftlicher Literatur zum Einfluss des Spielens eines Blasinstruments auf die Zahnstellung und/oder die Gesichtsmorphologie. Die Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane wurden bis September 2019 durchsucht. Darüber hinaus wurden die wichtigsten kieferorthopädischen Zeitschriften per Hand und Google Scholar nach grauer Literatur durchsucht. Thematisch passende Studien wurden kritisch beurteilt und analysiert. Beobachtungsstudien und (randomisierte) kontrollierte klinische Studien, in denen die Zahnstellung und/oder die Gesichtsmorphologie anhand von Fernröntgenseitbild, Kiefermodellen bzw. klinischer Untersuchung beurteilt wurden, wurden einbezogen. Das potenzielle Bias-Risiko wurde bewertet. Daten von Blasinstrumentenspielern und Kontrollen wurden extrahiert, sowohl eine deskriptive Analyse als auch eine Metaanalyse wurden durchgeführt. Die Suche führte zu 10 geeigneten Studien, 7 Querschnitts- und 3 Längsschnittstudien mit einem geschätzten geringem bis erheblichem Bias-Risiko. Die Fallzahl reichte von 36 bis 170 Teilnehmern und die Merkmale der Studiengruppe variierten von Kindern bis hin zu professionellen Musikern. Die deskriptive Analyse zeigte, dass Erwachsene, die Einzelrohrblattinstrumente spielen, einen größeren Overjet haben können als Kontrollen. Das Spielen eines Blechblasinstruments steht bei Kindern möglicherweise in Zusammenhang mit einer Zunahme der intermolaren Breite im Ober- und Unterkiefer. Langzeitdaten zeigten eine geringere Zunahme der anterioren Gesichtshöhe bei Blechbläsern und Einzelrohrblattspielern im Alter zwischen 6 und 15 Jahren. Kinder, die ein Blasinstrument spielen, hatten im Vergleich zu den Kontrollen vollere Lippen. Die Metaanalyse zeigte, dass Kinder, die ein Blasinstrument spielen, bei einer Nachuntersuchungsdauer von 6 Monaten bis 3 Jahren eine signifikante Verkleinerung des Overjet im Vergleich zu den Kontrollen hatten. Das Ausmaß des Effekts war von fraglicher klinischer Relevanz, und die Generalisierbarkeit war begrenzt. Das Spielen eines Blasinstruments kann Zahnstellung und Gesichtsmorphologie bei Kindern und bei Erwachsenen beeinflussen. Hervorzuheben sind hierbei Overjet, Kieferbogenbreite, faziale Divergenz/Konvergenz und Lippendicke. Allerdings war die Evidenz spärlich und die Stärke der aus dieser Untersuchung hervorgehenden Prämisse wurde als „sehr gering“ eingestuft.
